26/08/2025 • 6 min gelesen

Der sich wandelnde Arbeitsplatz: 6 Erkenntnisse aus unserer globalen Studie

Die Veränderungen in der Arbeitskultur und -gestaltung verstehen

von Dr. Eric Novotny

In den letzten fünf Jahren haben wir einen grundlegenden Wandel in der Bürowelt erlebt. Der Aufstieg hybrider Strategien hat zu einem erhöhten Bedarf an nicht zugewiesenen und aktivitätsbasierten Arbeitsplätzen geführt. Diese Veränderungen definieren die Kultur und Gestaltung des Arbeitsplatzes neu. Um ein tieferes Verständnis dieser sich entwickelnden Trends zu gewinnen, haben Forscher von Haworth kürzlich eine weltweite Umfrage unter 408 Facility-Experten durchgeführt.

Dies sind die 6 wichtigsten Erkenntnisse, die wir aus unseren Daten gewonnen haben:

1) Hybride Arbeitsrichtlinien haben sich stabilisiert

Unsere globale Hybrid-Studie für 2023 ergab, dass etwa 75 % der Unternehmen hybride Richtlinien eingeführt haben, wobei die Norm 3 Tage im Büro und 2 Tage im Homeoffice beträgt. In unserer aktuellen Studie haben wir dieselben Verhältnisse festgestellt. Unsere Daten deuten darauf hin, dass sich Unternehmen weitgehend auf ihre Hybrid-Richtlinien festgelegt haben – nur 8 % der Unternehmen haben ihre aktuellen Hybrid-Richtlinien nach 2022 eingeführt. Nachdem die Richtlinien festgelegt sind, konzentrieren sich Unternehmen nun darauf, ihre Referenzen an die neuen Arbeitsweisen anzupassen.

2) Änderungen der Referenzen werden durch Menschen, Ästhetik und Kosten bestimmt

Auf die Frage nach den Hauptgründen für wesentliche Änderungen bei den Referenzen nannten die Befragten drei Hauptfaktoren:

  • Kosten-/Immobilienersparnis
  • Anpassung des Arbeitsplatzes an sich wandelnde Mitarbeiterbedürfnisse
  • Verbesserte Ästhetik

Kostenaspekte sind zwar wichtig, aber über 50 % betonten die Notwendigkeit, den Arbeitsplatz besser an die Bedürfnisse der Mitarbeiter anzupassen. Dies verdeutlicht einen Shift weg von reinen Kosteneinsparungen hin zu einer Erkenntnis, dass Unternehmen flexible und hybride Arbeitsmodelle zulassen müssen.

3) Ausgewogenes Verhältnis zwischen konzentrierter Arbeit und Zusammenarbeit

Bei der Abwägung der Vor- und Nachteile der Arbeit im Büro gegenüber der Arbeit im Homeoffice nannten die Befragten Zusammenarbeit und Vernetzung als Gründe für die Anwesenheit im Büro. Die Vermeidung von Pendeln, die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben und die bessere Konzentration waren Gründe für die Arbeit von zu Hause aus. Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass Büros zwar die Zusammenarbeit effektiv unterstützen, jedoch oft nicht genügend Möglichkeiten für individuelle Fokusarbeit bieten. Aus diesen Gründen streben Unternehmen nach einem ausgewogenen Verhältnis innerhalb ihrer gesamten Fläche, um sowohl den Bedürfnissen der Gruppe als auch denen des Einzelnen gerecht zu werden.

4) Grundrisse erreichen ein Gleichgewicht

Unternehmen stellen derzeit fest, dass ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Einzel- und Gruppenarbeitsplätzen sowie zwischen zugewiesenen und nicht zugewiesenen Arbeitsplätzen für sie gut funktioniert. Vor 2020 waren Grundrisse eher auf Einzelarbeit ausgerichtet und bevorzugten fest zugewiesene Arbeitsplätze. Unternehmen stellen nun fest, dass äquivalente Verhältnisse oder Einzel-zu-Gruppe-Verhältnisse und die Zuweisung zu nicht zugewiesenen Arbeitsplätzen für sie funktionieren. Diese 50:50-Aufteilung ermöglicht eine größere Bandbreite an Arbeitsstilen und Tätigkeiten.

5) Akustik bleibt eine große Herausforderung

Da Unternehmen ihre Immobilienflächen reduzieren und die Arbeitsplatzdichte erhöhen, werden akustische Herausforderungen immer wichtiger. Dies hat in Verbindung mit der zunehmenden Verbreitung von Video-Konferenzen in offenen Bereichen zu einer lauteren Büroumgebung geführt. Tatsächlich gaben die Befragten an, dass die Geräusch (Akustik) die größte Herausforderung an ihrem Arbeitsplatz darstellt. Als Reaktion auf dieses Problem ergab unsere Umfrage, dass über 70 % der Unternehmen Videokonferenzräume und Fokusräume einrichten, während 50 % „ (akustische Pods für mehrere Personen) “ eingeführt haben – beides Lösungen für zu laute Büros.

6) Die Zufriedenheit mit der Arbeitserfahrung hängt mit Veränderungen des Arbeitsumfelds zusammen

Die Umfrage endete mit einer einfachen Frage: Wie zufrieden sind die Mitarbeiter Ihres Unternehmens insgesamt mit ihrer Arbeitserfahrung? Ein signifikanter Unterschied zeigte sich zwischen Unternehmen, die in den letzten drei Jahren größere räumliche Veränderungen vorgenommen hatten, und solchen, die dies nicht getan hatten. Unter den Unternehmen, die Änderungen vorgenommen hatten, gaben 77 % eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit an, gegenüber nur 61 % in Unternehmen, die keine Änderungen vorgenommen hatten. Diese Daten spiegeln zwar eher eine Korrelation als einen direkten kausalen Zusammenhang wider, deuten jedoch darauf hin, dass Mitarbeiter zufriedener sind, wenn ihre Arbeitsplätze an ihre sich wandelnden Bedürfnisse angepasst sind.

Haworth engagiert sich weiterhin für die Beobachtung der Entwicklung des Arbeitsplatzes und wird auch in Zukunft Erkenntnisse von Facility-Experten und Mitarbeitern sammeln, um diese in zukünftige Arbeitsplatzstrategien einfließen zu lassen.

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