Akt II: Große Veränderungen (und kleine Bienen)
Als unser zweiter Tag begann, war Mailand in Aufruhr. Der Himmel war klar und die Sonne schien hell. Scharen von Besuchern säumten die Bürgersteige, aufgeregtes Geplauder erfüllte die Luft, in den Ausstellungsräumen herrschte reger Betrieb.
Wir begannen den Tag im wunderschönen Ausstellungsraum von Poltrona Frau, wo wir uns mit Henning Figge, dem Präsidenten von Haworth International, trafen. (Die Sonne schien in den Innenhof, aber das heitere Wetter war nicht das Erste, was einem auffiel - das war der schwarze Ferrari, der stolz in der Mitte des Raumes parkte).
Henning, der von Singapur aus eine Vielzahl von Projekten in ganz Europa und im asiatisch-pazifischen Raum leitet, ist perfekt positioniert, um einen Einblick in die großen Veränderungen zu geben, die sich in der Welt der Arbeitsplätze vollziehen.
Zunächst haben wir uns mit den Trends befasst. Den Megatrend im Design gibt es meines Erachtens nicht mehr", sagt Henning. Es gibt nicht mehr den einen Trend, der der Welt die Richtung vorgibt und dem alle folgen müssen... Design ist lokaler geworden, spiegelt mehr die Ethnie und die Kultur wider. Und das gefällt mir - denn schließlich ist es die Vielfalt der unterschiedlichen Perspektiven, die diese Welt interessant macht.
Auf die Frage, wofür er hofft, dass Haworth bekannt sein wird, antwortete Henning: "Familie. Familie in vielerlei Hinsicht. Familie der Marken - es gibt viele Marken, die Teil der Haworth-Familie sind. Familie im Sinne von Familienbesitz und langfristiger Präsenz. Familie auch in Bezug auf das Gefühl. Sich zu Hause zu fühlen, sich vertraut zu fühlen, sich sicher zu fühlen.