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Sichere und komfortable Räume für alle schaffen

Wenn es um Räume im Gesundheitswesen geht, ist die Auswahl entscheidend für Teilhabe

by Rod Vickroy

Die Gesundheitsbranche hat sich in den letzten zehn Jahren enorm weiterentwickelt und angepasst. Da beim Design verstärkt das Wohlbefinden der Patient*innen sowie Erholungsräume für die Mitarbeiter*innen im Vordergrund stehen und für mehr Effizienz und bei den Behandlungen neue Technologien eingesetzt werden, sehen Gesundheitseinrichtungen heute ganz anders aus und fühlen sich auch anders an.

Im Krankheitsfall verbringen wir beispielsweise nicht mehr viel Zeit im Wartezimmer, falls wir überhaupt noch warten müssen. Mit dem Aufkommen der Telemedizin und der präzisen Patientennavigation, der Vorabanmeldung, dem digitalen Check-in und der Self-Rooming-Kommunikationstechnologie erhält das traditionelle Wartezimmer im Gesundheitswesen eine neue, wichtige Funktion. 

Gut organisierte Parkplätze für die Patient*innen, Triage und ein sicherer Transport zum Behandlungsort für kranke Menschen bedeuten, dass in den öffentlichen Bereichen nun Patient*innen, Pfleger*innen und die Allgemeinheit aufeinander treffen. Neue Begriffe wie Gemeinschaftsbereiche oder Übergangsräume werden verwendet, um die Bedeutung traditioneller Wartebereiche klarer zu machen – Orte, an denen sich Menschen aufhalten, während ein anderer Patient oder eine andere Patientin behandelt wird. 

Das neue Wartezimmer 
Nun, da Arztpraxen wieder für optionale Eingriffe und nicht dringende Termine öffnen, ist es wichtig, die Sicherheit von Mitarbeiter*innen und Patient*innen bereits im Wartezimmer oder im Übergangsbereich zu gewährleisten. Gesundheitseinrichtungen sollten so gestaltet sein, dass sich Patient*innen, Familien, Pfleger*innen, Ärzt*innen und Mitarbeiter*innen wohl fühlen.  

Sichere Aufenthaltsbereiche, bequeme Sitzgelegenheiten und eine einladende Ausstattung verbessern das Gesamterlebnis in der Praxis. Die Räume sollten so gestaltet sein, dass sich alle sicher fühlen und sich bequem darin aufhalten können. Der Komfort der Patient*innen geht jedoch weit über einen bequemen Stuhl hinaus – der gesamte Raum hat die Möglichkeit, positiv zum Wohlbefinden und zur Erfahrung von Patient*innen beizutragen, beispielsweise durch natürliches Licht und Elemente wie Pflanzen. Damit sich Besucher*innen willkommen und wohl fühlen, bieten Übergangsbereiche oft Annehmlichkeiten wie Erfrischungsgetränke oder kostenloses WLAN.

Integratives Design im Gesundheitswesen 
Wenn es um Räume im Gesundheitswesen geht, ist die Auswahl entscheidend für Teilhabe – und damit für einen besseren Zugang zu bequemen Sitzgelegenheiten. Wartezimmer mit langweiligen Sitzreihen, deren Design sich nur in der Breite und Höhe der Armlehnen unterscheidet, gehören der Vergangenheit an. Das Design moderner Räume im Gesundheitswesen zeichnet sich durch Auswahlmöglichkeiten und Zugänglichkeit aus. 

Eine sozial integrative Gesundheitseinrichtung kann nur mithilfe eines allumfassenden Designprozesses entstehen, bei dem Nutzer*innen aller Altersgruppen und Fähigkeiten berücksichtigt werden sollen. Eine sozial integrative Architektur bedeutet, dass menschliche Bedürfnisse berücksichtigt werden, wie z. B. Orientierungshilfen (z. B. geeignete Beschilderung), Spielbereiche für Kinder, Vorrichtungen für Personen mit Übergewicht, Barrierefreiheit, Bereiche für Service- oder Therapietiere, Outdoor-Bereiche zum Ausruhen und Entspannen, automatische Türöffner, Ladestationen für mobile Geräte und geschlechtsneutrale Toiletten. 

Auswahlmöglichkeiten
Architekten und Designer bemühen sich, in öffentlichen und gemeinschaftlichen Räumen Erlebnisse zu schaffen, die Besucher wirklich begeistern. Am wichtigsten ist eine große Auswahl an Möglichkeiten, wie die Menschen ihre Zeit in einer Einrichtung verbringen können. Die Konzentration auf das Wohlbefinden, der Zugang zur Natur, natürliches Licht und Outdoor-Bereiche, kostenlose oder kostengünstige gesunde Snack-Angebote sowie verschiedene Sitzmöglichkeiten- und -positionen sorgen in Gesundheitseinrichtungen für ein verbessertes Erlebnis.

Der Gemeinschaftsbereich in einer Gesundheitseinrichtung ist nicht nur ideal, um Kaffee zu trinken, sich auszuruhen oder Kontakte zu knüpfen, er ist auch ein wichtiger anderer Arbeitsplatz mit Gastronomiebereich und Annehmlichkeiten, die dafür sorgen, dass der Aufenthalt dort entspannt, sinnvoll und produktiv ist. Gesundheitseinrichtungen, die über Gemeinschaftsbereiche mit WLAN, Ladestationen und Tische verfügen, sind Orte, an denen Menschen hervorragend arbeiten können, während sie warten. Zudem werden sie den täglichen Bedürfnissen von Patient*innen und Pflegepersonal besser gerecht.

Ein Spiegelbild der Community 
Gesundheitseinrichtungen werden von Gästen der umliegenden Communities aufgesucht – Menschen aller Altersgruppen, Geschlechter, Größen und Fähigkeiten. Stress und Ängste spielen bei Patient*innen und Pflegepersonal häufig eine Rolle. Daher ist es wichtig, dass das Design und die Ausstattung von Gesundheitseinrichtungen dazu beitragen, dass sich die Menschen so sicher und wohl wie möglich fühlen. 

Unter Teilhabe im Rahmen des Designs von Gesundheitseinrichtungen versteht man die Möglichkeit der Nutzer*innen, die bequemste Sitzgelegenheit, den gewünschten Standort, das Maß an Privatsphäre oder die Position auszuwählen. Wenn Gäste die Wahl haben, sind die meisten in der Lage, innerhalb eines Gebäudes den Ort zu finden, der am besten zu ihnen passt. Dies ist einer der Gründe, warum die Gestaltung von Gemeinschaftsräumen, wie z. B. der Warte- oder Übergangsbereich in einer Gesundheitseinrichtung, Aufgabe von Designern ist. Informationen über die Menschen, den Raum und den Zweck eines Raums steigern letztlich die Erfahrung und die allgemeine Zufriedenheit der Nutzer*innen.

Die eigene Sicherheit berücksichtigen 
Die Gäste wünschen sich Auswahlmöglichkeiten und Komfort, aber auch Sicherheit für sich und ihre Familienangehörigen. Offensichtliche Sauberkeit, angemessene Materialien und umgesetzte Hygienemaßnahmen zeigen, dass die Sicherheit in einer Gesundheitseinrichtung ernst genommen wird. Heute sind Abstandsregelungen, die Möglichkeit, in Ruhe zu warten, oder die Option, sich in einem Raum aufzuhalten, in dem eine ganze Familie Platz findet, in jeder Gesundheitseinrichtung mehr denn je notwendig. 

In Gesundheitseinrichtungen sind die Gemeinschaftsräume am effektivsten, bei deren Gestaltung die Menschen berücksichtigt wurden, die den Raum letztendlich nutzen. Eine geeignete Anordnung von Sitzgelegenheiten, Lounge-Bereiche, private Räume, kleine Nischen sowie natürliches Licht oder der Blick nach draußen sorgen für ein einladendes und erfolgreiches, geordnetes Gesundheitsumfeld. 

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