25/06/2024 • 4 min gelesen
Integration der Experience Economy in den Arbeitsplatz
Arbeitsplätze zur Förderung von Zusammenarbeit und Produktivität schaffen
In den letzten 8–10 Jahren hat sich ein Trend zur sogenannten Experience Economy abgezeichnet, einer Wirtschaft, in der Produkte oder Dienstleistungen verstärkt über die Wirkung verkauft werden, die sie auf das Leben der Menschen haben können. Vor diesem Hintergrund müssen Verbrauchermarken ganz neue Wege finden, um Kunden über Emotionen und Gefühle anzusprechen.
In einer Welt, in der alles, was man möchte oder braucht, online bestellt werden kann und innerhalb weniger Stunden vor der Haustür steht, ist es schwierig geworden, eine enge Beziehung zum Verbraucher aufzubauen. Oftmals ist es nicht einmal mehr nötig, einen Fuß in ein Geschäft oder einen Flagship Store zu setzen. Um einige dieser verlorenen Gelegenheiten zum Aufbau von Kundenbeziehungen wiederzugewinnen, haben manche Marken damit begonnen, ihre Einzelhandelsgeschäfte in Erlebniswelten umzugestalten. Sie veranstalten Pop-up-Events oder bieten andere Besonderheiten und verwandeln so ihre Räumlichkeiten in Orte, an denen Kunden ihre Marke erleben können – und wollen.
Experience Economy – eine Erfolgsgeschichte
Mittlerweile sind wir an einem Punkt angelangt, an dem sich diese Denkweise auch auf unsere Arbeitsweise auswirkt. Wenn wir unsere Arbeit von zu Hause aus erledigen können – oder von überall – was macht das Büro dann noch attraktiv? Sind wir mit unserem Unternehmen und unseren Kolleginnen und Kollegen so verbunden, dass das Büro für uns wieder attraktiv wird? Remote-Arbeit hat sich immer mehr durchgesetzt und auch die Arbeitszeiten sind flexibler geworden. Der Trend geht hin zu einer stärkeren Individualisierung der Arbeit. Für bestimmte Aufgaben und Berufsgruppen kann das sinnvoll sein, aber nicht für die Mehrheit. Darüber hinaus führt eine fehlende Zusammenarbeit dazu, dass Tätigkeiten zunehmend isoliert durchgeführt werden, ohne andere Ideen und Standpunkte mit einzubeziehen.
Experience Economy an den Arbeitsplatz holen
Remote-Arbeit hat eine ganze Reihe von Nachteilen: Es mangelt beispielsweise an Kreativität, Anleitung, Wissensaustausch und Einbeziehung der Mitarbeitenden. Aus diesen Gründen versuchen Unternehmen, ihre Beschäftigten zurück ins Büro zu holen. Eine formelle Regelung für hybride Arbeitsmodelle sorgt hierbei für mehr Struktur und Gleichbehandlung. Was wäre aber, wenn sich Mitarbeitende, die die Wahl haben, tatsächlich für das Büro als Hauptarbeitsort entscheiden?
Vom Konzept der Remote-Arbeit lernen
Wie können wir die Erkenntnisse der Experience Economy auf den Arbeitsplatz übertragen? Die Theorie besagt, dass loyale Kunden mehr kaufen. Marken wollen aus Einmalkunden treue Stammkunden machen, indem sie sie auf emotionaler Ebene ansprechen und ihnen das passende Erlebnis bieten. Auch Arbeitgeber wünschen sich solch eine Bindung, da sich die Beschäftigten dann für die Ziele des Unternehmens einsetzen und damit verbunden fühlen. Laut Gallup „schneiden hoch engagierte Teams bei den für den Erfolg des Unternehmens entscheidenden Geschäftsergebnissen besser ab als andere“.
Setzen Sie auf mehr Ergonomie
Wir kennen uns mit Sitzen aus. Ein Stuhl von Haworth ist wissenschaftlich fundiertes Design für Ihren Körper. Unsere Produkte unterstützen Sie, damit Sie Ihre Arbeit optimal erledigen können – Designs für jeden und überall.
Mehr Engagement durch optimierte Arbeitsplätze
Jeder will sein Bestes geben und erfolgreich sein. Ein Arbeitsplatz, der dieses Bedürfnis optimal unterstützt, ist der Schlüssel zu einer emotionalen Bindung von Mitarbeitenden. Die Art und Weise, wie wir arbeiten, ist nicht mehr so routinemäßig, und auch die täglich zu erledigenden Aufgaben sind vielfältiger geworden. Arbeitsplätze müssen daher eine Vielzahl von Räumen für unterschiedliche Aufgaben bieten. Ein erster Schritt hierbei besteht in der Auswahl von Bereichen, in denen sich Gruppen und Einzelpersonen konzentrieren, zusammenarbeiten und sich erholen können. So bieten beispielsweise abgeschlossene Arbeitsbereiche zusätzlich zu den Einzelarbeitsplätzen in einem offenen Raum einen Ort für konzentriertes Arbeiten mit möglichst wenig Ablenkung. Ebenso fördert eine Kombination aus formellen Konferenzräumen für geplante Besprechungen und zusätzlichen Sitzungsräumen für spontane Meetings die Zusammenarbeit.
Wie Affordanzen die menschliche Leistung unterstützen
Im weiteren Sinne können wir also den Arbeitsplatz optimieren, indem wir Räume schaffen, die die menschliche Leistung unterstützen. Wir wissen, dass alles, vom Aufstellen einer Tafel bis hin zur Position eines Sitzmöbels, sowie alles, was wir sehen, berühren und hören, auf die physischen, emotionalen und kognitiven Bedürfnisse des Menschen ausgelegt sein kann – und auch sollte. Haworth hat einen Rahmen entwickelt, um diese Bedürfnisse zu bestimmen und herauszufinden, wie sie durch sogenannte Affordanzen unterstützt werden können: Verhaltensweisen, die von einem Objekt oder Raum gefördert werden. Das globale Design- und Innovationsteam von Haworth hat drei verschiedene und dennoch miteinander verbundene Kategorien für Affordanzen definiert:
- Physische Affordanzen zur Unterstützung der Bedürfnisse des Körpers
- Emotionale Affordanzen zur Stärkung des individuellen mentalen Zustands
- Kognitive Affordanzen zur Erleichterung der Arbeit des Gehirns
Durch die Berücksichtigung dieser Aspekte bei der Gestaltung des Arbeitsplatzes können Beschäftigte ihre Leistung steigern und fühlen sich wohl. In einer Welt, in der Menschen immer mehr Möglichkeiten haben, ihren Arbeitsplatz zu gestalten, können wir es uns nicht leisten, darauf nicht zu reagieren.
Erfahren Sie mehr zu Affordanzen
Gut gestaltete Arbeitsplätze fördern unsere Kreativität und Produktivität. Ein idealer Arbeitsplatz ist nicht passiv, sondern trägt zu den Aufgaben bei, die wir dort erledigen. Erfahren Sie mehr zu Affordanzen – dem Bindeglied zwischen Mensch und Arbeitsplatz.